Wussten Sie schon ...
Hier gibt es in unregelmäßigen Abständen Kurzinfos zu Aspekten der Ernährung und zu Lebenmitteln.
Kiwi und Milch - eine bittere Kombination

Kiwis peppen jeden Obstsalat auf. Doch wer den Obstsalat mit einem Löffel Joghurt verfeinern will, wird bitter enttäuscht. Statt dem erwarteten cremig-fruchtigen Geschmackserlebnis schmeckt alles bitter. Die Ursache ist ein Enzym, das in der Kiwi steckt. Es heißt Actinidin und zerlegt das Milcheiweiß in kleine bitter schmeckende Bausteine. Auch mit fetthaltigem Quark oder Sahne kann der unerwünschte Geschmack nicht überdeckt werden, da die Rezeptoren für bitter auf der Zunge an einer anderen Stelle sitzen als die für den Fettgeschmack. Tipps für ein cremig-fruchtiges Geschmackserlebnis: Quarkspeisen, Müsli und Milchshakes können mit Kiwis gegessen werden, wenn die Speisen wie gewohnt zubereitet werden und sofort nach der Zubereitung verzehrt werden. Durch kurzes Blanchieren der Kiwis wird das Enzym zerstört und die Kiwi-Milchspeise wird nicht bitter.
Für alle Liebhaber von Milchspeisen mit frischen Kiwis gibt es inzwischen eine Lösung: die süßeren gelbfleischigen Kiwifrüchte, auch unter dem Namen "Kiwi Gold" bekannt. Sie enthalten nur geringe Mengen des Enzyms und machen Milchprodukte nicht bitter. Die Früchte haben eine glatte und unbehaarte Schale.
Bärlauch

- Bild: Maya Dumat, Pixelio
Im Frühling gibt es Stellen im Wald, die stark nach Knoblauch duften. Dort wächst der Bärlauch oft in großen Familien, denn wenn er erst einmal irgendwo heimisch geworden ist, breitet er sich gerne üppig aus. Im Volksmund wird er auch gern wilder Knoblauch oder Waldknoblauch genannt und dadurch erklären sich auch seine Anwendungsmöglichkeiten. Quark mit reichlich Bärlauch oder Bärlauchpesto gehört zu den leckersten Frühjahrserlebnissen und ist obendrein noch sehr gesund.
Bärlauch fördert nicht nur die Verdauung, sondern verhindert auch Arteriosklerose und senkt den Blutdruck. Achtung: Da Verwechslungsgefahr mit den giftigen Maiglöckchenblättern besteht, ist es ganz wichtig vor dem ernten ein Blatt zwischen den Fingern zu zerreiben. Wenn es nach Knoblauch riecht hat man wirklich Bärlauch gefunden.
Mandarine und Clementine

- Bild: Thommy Weiss / pixelio.de
Beide gehören zu den Zitrusfrüchten und haben einen süßen Geschmack. Die Clementine ist eine Kreuzung zwischen Mandarine und der Pomeranze (Bitterorange) und somit eine Unterart der Mandarine. In der Regel hat die Clementine eine dickere Schale und das Fruchtfleisch weist keine bzw. kaum Kerne auf. Die Mandarine enthält dagegen ca. 15-20 Kerne, ist zuckerhaltiger und verfügt über weniger Fruchtsäure.
100 g Clementinen enthalten ca. 37 Kilokalorien; 8,7 g Kohlenhydrate, 1,5 g Ballaststoffe und 54 mg Vitamin C.
100 g Mandarinen enthalten ca. 46 Kilokalorien; 10 g Kohlenhydrate, 1,5 g Ballaststoffe und 30 mg Vitamin C.
Wie kommt die Luft in die Paprika?

- Bild: birgitH Pixelio.de
Außen ist sie hart und glänzend, innen weich und fleischig. Doch ganz im Inneren der Paprika gibt es einen Hohlraum, gefüllt mit Luft. Die Außenschicht ist luftdicht versiegelt. Nur kleine Spaltöffnungen - das sind die Poren, welche die Pflanze steuern kann, erlauben einen Luftausstausch mit der Außenwelt. Während die Frucht wächst, produziert die Pflanze aber selbst Sauerstoff und Kohlendioxid. Beide Gase können ins Innere der Paprika entweichen, weil die Innenhaut für sie durchlässig ist. Dort wird mit diesen „Abgasen“ ein Innendruck aufgebaut, der die Frucht allmählich aufbläst wie ein Ballon.
Quelle: Süddeutsche Zeitung Wissen Mai 2009
Trockenfrüchte

- Bild: Klaus-Uwe Gerhardt / pixelio.de
Im Gegensatz zu Frischobst zeichnen sich Trockenfrüchte besonders durch den hohen Zuckergehalt aus. So bestehen getrocknete Feigen etwa zur Hälfte aus Zucker, frische hingegen nur zu einem Zehntel. Damit besitzen Trockenfrüchte gegenüber frischem Obst viel mehr Kalorien und gelten gerade im Sport als leckere Energiespender. Doch nicht nur die Süße konzentriert sich. Trockenobst liefert reichlich Ballast- und Mineralstoffe. Kalium, Magnesium, Calcium und Eisen reichern sich durch den Wasserentzug an. Lediglich Vitamine leiden: Der Verlust von Vitamin C liegt bei 50 bis 70 Prozent, bei B1 und B2 um die 20 Prozent und Beta-Carotin kann bis zu einem Viertel durch Oxidation zerstört werden.